JTL-WMS in 5 Schritten erfolgreich einrichten
JTL-WMS ist eines der leistungsfähigsten Lagerverwaltungssysteme für Händler im Mittelstand — und eines der komplexesten in der Einrichtung. In über 50 WMS-Projekten haben wir einen bewährten Einrichtungsprozess entwickelt, der Fehler minimiert und den Go-Live-Termin sichert.
Lagerstruktur analysieren und planen
Bevor ein Scanner in die Hand genommen wird, analysieren wir gemeinsam Ihre physische Lagerstruktur. Welche Gassen, Regalebenen und Stellplätze gibt es? Wie werden Artikel angeliefert und entnommen? Die digitale Lagerstruktur in JTL-WMS muss Ihre physische Realität exakt abbilden. Fehler in diesem Schritt wirken sich auf alle weiteren Prozesse aus.
- → Lagerzone und Stellplatz-Hierarchie definieren (Bereich → Regal → Regalfach)
- → Kommissionier- und Einlagerungsstrategien festlegen (FIFO, FEFO, chaotisch vs. fest)
- → Sonderlager für Retouren, Sperrware und Übergrößen einplanen
- → Scanner-Bedarf ermitteln: Handscanner oder Pistolen-Scanner, Anzahl Arbeitsplätze
JTL-WMS einrichten und konfigurieren
Die technische Einrichtung umfasst Installation, Datenbankverbindung zu JTL-Wawi, Benutzerverwaltung und die Konfiguration der WMS-Einstellungen passend zu Ihren Prozessen.
- → WMS-Server einrichten und mit JTL-Wawi verbinden
- → Benutzer und Rollen anlegen (Lagerleiter, Kommissionierer, Wareneingang)
- → Scanner-Endpunkte konfigurieren und testen
- → Etiketten und Barcode-Formate für Stellplätze und Artikel definieren
Artikelstamm bereinigen und Bestände einbuchen
JTL-WMS funktioniert nur so gut wie die zugrundeliegenden Stammdaten. Wir prüfen gemeinsam Ihren Artikelstamm auf WMS-Tauglichkeit und begleiten den initialen Bestandsaufbau.
- → EAN-Vollständigkeit prüfen — alle zu scannenden Artikel benötigen Barcode
- → Stellplatz-Verknüpfungen anlegen oder per Import einlesen
- → Erstinventur mit WMS-Unterstützung durchführen
- → Abgleich mit JTL-Wawi-Beständen und Korrekturbuchungen
Prozesse schulen und testen
Wir schulen Ihre Mitarbeitenden direkt im WMS — praxisnah an Ihren Geräten und mit Ihren Artikeln. Dann folgt eine Testphase im Parallelbetrieb.
- → Wareneingang: Anlieferung scannen, einlagern, Differenzen buchen
- → Kommissionierung: Aufträge abarbeiten, Pick-Listen, Multi-Order-Picking
- → Versand: Packtisch, Versandlabels, Bestellabschluss
- → Retourenbearbeitung und Nacharbeit im WMS
Go-Live und laufende Betreuung
Nach erfolgreicher Testphase schalten wir auf Echtbetrieb um. Wir begleiten den ersten Produktivtag und stehen danach für Fragen und Optimierungen zur Verfügung.
- → Go-Live-Begleitung durch einen erfahrenen WMS-Consultant vor Ort oder remote
- → Monitoring der ersten Tage: Performance, Fehlerbuchungen, Scanner-Probleme
- → Feintuning der Prozesse auf Basis erster Praxiserfahrungen
- → Optional: laufender Supportvertrag für WMS-Betreuung
Wie lange dauert eine WMS-Einrichtung?
Für ein Standard-WMS-Projekt mit einem Lager, 3 Scanner-Plätzen und einem sauberen Artikelstamm rechnen wir mit 5–10 Projekttagen verteilt über 4–6 Wochen. Größere Projekte mit mehreren Lagern oder komplexen Prozessen dauern entsprechend länger.
Der häufigste Verzögerungsgrund: ein unvollständiger Artikelstamm (fehlende EANs, falsche Bestände). Wir empfehlen, die Datenvorbereitung 2–3 Wochen vor Projektstart abzuschließen.
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